Portfolio
NEUE RÄUME _ NEUE ZEITEN
Projekt
Eine leerstehende Fertigungshalle, ein Ort mit biografischer Bedeutung. Statt Maschinengeräusche und Holzspäne sind Stille und ein weiter Raum zu finden, die zu Neuem einladen.
Ein Raum birgt Möglichkeiten
Vor meinem inneren Auge spanne ich einen neuen Raum auf. Einen, mit kraftvollen, bewegten Farben, mit Bildern die mit dem Vergangenen in Dialog treten und in die Zukunft weisen. Einen Raum in dem vieles möglich ist, noch vieles offen.
Indem ich meinen Leinwandstoff, einem Ritual gleich, ausrolle, eröffne ich meinen Raum im Raum, öffne ich mich für neue Möglichkeiten.
Ein großer freier Raum wirft im Prozess Fragen auf
Fragen zum eigenen Raum: wie viel Raum brauche ich, was ist genug, was zu viel? Was ist das Gegengewicht zur Ausdehnung? Welcher positive Wert seht der Freiheit gegenüber? Wie können meine Bildräume dieses streben nach Balance aushandeln?
Welche Räume brauchst Du, brauchen wir? Welche Freiräume?
Wie sehen neue Räume aus, wenn das Alte nicht mehr trägt? Wenn wir in die Welt schauen?
Welche Entwicklungs_Räume brauchen wir um zu wachsen?
Welche Erfahrungs_Räume um kreative Lösungen für unsere Zukunft zu finden?
Was passiert, wenn wir Räume öffnen, indem wir versiedende Disziplinen verbinden? Wie freier Tanz und Malerei? Was kann daraus neues, freies, stärkendes entstehen? Für den Einzelnen und die Gemeinschaft?
Ausgehend von einem konkreten Raum entspinnen sich im Prozess Fragen die weit über den Ort hinaus reichen. Fragen betreffend neuer Räumen für neue Zeiten.
Durch die Installation der Gemälden in der Halle entsteht ein Erfahrungsraum, der uns erlaubt Fragen zum eigenen und zum gemeinsamen Raum experimentell auszuloten und neu zu denken. Zwei Workshops, ein Tanz- und ein Malereiworkshop sind die ersten Experimentierräume.
Ich spanne einen neuen Raum auf, der lebet von der Gemeinschaft und der Interaktion. Vom Zusammenspiel verschiedener Disziplinen. Lasst uns gemeinsam neue Möglichkeitsräume erkunden. Lasst uns gemeinsam Räume schaffen, die uns stärken, verbinden und wachsen lassen!
Serie BEING PART OF
„When I connect myself with nature, a sense of connectedness with everything inside and outside of me grows.“
Für die Serie BEING PART OF suche ich kraftvolle Naturplätze im In- und Ausland auf und male dort unter freiem Himmel. Hier verbinden sich mein Interesse an transfromativen Prozessen der Persönlichkeitsentwicklung und die Freude am großen Format mit der Kraft der Natur. An diesen Orten spüre ich Fragen bezüglich der eigenen Natur, der Natur des Menschseins nach. Die Gemälde übersetzen das Wahrgenommene, wobei die Wahrnehmung nicht auf das Visuelle begrenzt sondern auf die dreidimensionale Erfahrung aller Sinne ausgeweitet wird. Es ist das Bestreben, den Moment in den reinen Energiezustand zu abstrahieren. Ein Ausloten äußeren und inneren Landschaften. Dabei entstehen bewegte Acrylgemälde mit poetischen Titeln, welche die Ressource Natur in die Räume der Menschen bringen.
"Wir steigen in denselben Fluss und doch nicht in denselben, wir sind es und wir sind es nicht.“
Heraklit von Ephesos
Panta rhei – alles fließt. Die Aussage des griechischen Philosophen Heraklit bewegt mich in meinen Bildern. Malend nähere ich mich der Aussage an. „Alles bewegt sich fort und nichts bleibt.“ Bewegung ist zentral in allen Bildern erfahrbar. Fließendes Wasser als Symbol – eine treibende Kraft meiner Gemälde. Alles fließt – nichts ist statisch. Malerei als Momentaufnahme.
Sophie Englmaier sucht Naturplätze im In- und Ausland auf, die sich ihre ursprüngliche Kraft bewahrt haben: Berg-, Wald- und Meerlandschaften. Die Künstlerin malt an Ort und Stelle unter freiem Himmel. Verwendet Meer und Bergquellwasser, Kohle, Erde und Sand, welche dort zu finden sind. Transportiert ihre Malausrüstung im Rucksack oder im Bollerwaagen zu entlegenen Plätzen. Setzt sich dem Wind, der Sonne, den Unebenheiten des Untergrunds und den Unberechenbarkeiten aus. Der Ort, das Wetter, die situativen Bedingungen sowie die innere Stimmung prägen die Komposition. Der Malprozess dokumentiert die Wechselwirkung zwischen innerer und äußerer Landschaft. Dabei entstehen Acrylbilder mit poetischen Titeln, deren innere Dynamik und Ausdruckskraft berühren.
Zeichnung
Die Zeichnung ist Basis, ist Urgrund meiner Gemälde. Sie ist eine Mischung aus Körperwahrnehmungszeichnung, Umgebungsskizze und Symbolschrift.
„Rudimentär anmutende Zeichnungen mit Ritualkohle, die sie mit Sitzen oder Liegen ihres Körpers auf dem Malgrund auf der Erde beginnt, geben allen ihren großen Werken den Urgrund. Manchmal darf dieser stehenbleiben wie in der Arbeit NEUE ORDNUNG. Das entscheidet die Künstlerin, spontan wenn ein Werk in diesem Schaffensprozess bereits die Aussage trifft die sie erreichen wollte.“ Marah Strohmeyer-Haider, Galeristin
Schatten- und Transformationslinien
In „Schatten- und Transformationslinien“ setze mich mit dem Schatten, d.h. dem Unbekannten, Unterdrückten und dem Ungeliebten in uns, mit Vergangenheit und Herkunftsgeschichte auseinander.
Wenn wir breit sind, so die Professorin Verena Kast, für unsere dunkle Seiten die Verantwortung zu übernehmen, wird der Schatten zu einer Kraft, die uns menschlicher und lebendiger macht. Wenn wir erkennen was uns unbewusst antreibt, können wir bewusst neue Linien über die alten legen.
Durch den hohen Abstraktionsgrad der Zeichnungen entsteht Abstand vom persönlichen, hin zu allgemein gültigen Fragen nach dem Verborgenen in uns.
Schatten- und Transformationslinien: "Ahnenlinien Nr. 4" 150 x 160 cm, 2024 Ritualkohle und Acryl auf Leinwandrückseite
FEUER VERKÖRPERN
Die Gemälde, Fotografien und Skulpturen der Reihe „FEUER VERKÖRPERN“ setzen sich mit der durch Schattenarbeit freigesetzten Lebenskraft, symbolisiert durch das Element Feuer, auseinander. Wir können die Sprengkraft des Schattens, die Potenz die darin liegt nutzen, wenn wir uns erlauben das zuzulassen und kanalisiert auszudrücken was wir oft mühsam gelernt haben zu unterdrücken: Wut, Aggression, Impulsivität, Lebendigkeit, Neugierde. Eigenschaften die ich dem Element Feuer zuschreibe und in FEUER VERKÖRPERE beleuchte. Es geht darum diese Kraft zu lenken, hin zu mehr Durchsetzungs-, Umsetzungs- und Gestaltungskraft.
THE POWER OF NOW
"THE POWER OF NOW“ steht für Selbstwirksamkeit und Selbstermächtigung in der Gegenwart. Es geht darum Verantwortung zu übernehmen, für das eigene Leben und unsere gemeinsame Zukunft. Es geht um Aktivität und Sichtbarkeit. Die Serie befasst sich mit dem klaren Ausrichten an eigenen satt an übernommen Werten und der Wahl wer wir heute und in Zukunft sein wollen. „THE POWER OF NOW“ steht auch für eine Zeitqualität der Gegenwart, die impliziert, dass es jetzt Zuwendung zu neuen Wegen braucht wenn Altbekanntes nicht mehr trägt.
Slow Motion, Aktzeichnungen
Beim Aktzeichnen setze ich mich mit dem menschlichen Körper - oft in Bewegung - auseinander. Auch hier interessieren mich Emotion, Ausdruck des Models und Veränderungsprozesse. Ich experimentiere mit Musik als Einflussfaktor auf die zeichnerische Linie. Ich arbeite u.a. mit Tusche, Bambusfeder, Pinsel sowie Ölpastellkreiden und Kohle an schnellen, dynamischen Skizzen.